Schach – Magere Punktausbeute am 2. Spieltag

In der zweiten Punktspielrunde der Kreisliga I Süd kamen die Riedenburger Schachcracks der ersten Mannschaft über ein 3:3 gegen den SV Saal nicht hinaus. Sie hatten den kurzfristigen Ausfall von IM Raul Schmidt an Brett 1 zu verkraften. Dabei starteten die Riedenburger mit einem Auftaktsieg von Reinhard Blodig gut. Doch die beiden Jugendlichen Simon Mayer und Korbinian Kolbinger konnten gegen ihre Gegner, die um mehr als 200 DWZ-Punkte besser eingestuft sind, erwartungsgemäß nicht punkten. Als auch Katerina Palkova auf die Verliererstraße geriet, war der TVR froh, dass die Routiniers Miroslav Palek und Willy Weigert das 3:3 sichern konnten. Dies beudeutet momentan den zweiten Tabellenplatz hinter der TSG Laaber, die noch ungeschlagen ist.

Die zweite Mannschaft in der Kreisliga III Süd war auswärts zu Gast beim SC Sinzing II. Die Sinzinger sind im Schnitt momentan um knapp 400 Punkte höher eingestuft als der TVR II. Das schien Fabian Huber allerdings nicht zu beeindrucken, sondern vielmehr zu motivieren. Er gewann überraschend flott gegen Dr. Friedhelm Auhuber, der nach einem Figureneinsteller aufgab. Christine Schwarzmeier musste die Überlegenheit ihres Gegners ebenso anerkennen wie Mario Huber, dessen Kontrahent im Laufe der Partie einen Bauern gewinnen konnte und diesen Vorteil systematisch in eine Dame umwandelte, die ihm den Sieg brachte. Am längsten wehrte sich einmal wieder Moritz Hauer, der nach einem unvorteilhaften Damentausch in Nachteil geriet und dessen erfahrener Gegner sich dies mit druckvollem Spiel nicht mehr nehmen ließ. Dies bedeutete einen 3:1-Sieg für den SC Sinzing II.

Schachspieler überstehen auch das Viertelfinale im Oberpfälzer Mannschaftspokal

Erneut mit einem 2:2 und besserer Berliner Wertung überstanden die Schachspieler des TV Riedenburg auch das Viertelfinale des Oberpfälzer Mannschaftspokals gegen den SV Oberviechtach. Die Riedenburger schickten neben zwei Stammspielern der 1. Mannschaft mit Fabian Huber und Samuel Blodig auch zwei U14–Spieler ins Rennen, die sich recht bald ihren wesentlich stärkeren Gegnern beugen mussten. Dabei erkämpfte Fabian Huber, der in nachteiliger Stellung trickreich weiterspielte, sogar noch eine Siegchance erkämpft, die er aber nicht nutzte.

Willy Weigert war gegen den nominell etwas stärker einzuschätzenden Dr. Andreas Zinkl eröffnungstheoretisch voll auf der Höhe und verwertete seine bessere Stellung zu einem überzeugenden Sieg. Dr. Stefan Blodig hatte gegen Dr. Johannes Najjar auch kritische Momente zu überstehen, ehe er nach fünf Stunden die Partie gewinnen konnte, so dass beim 2:2 Gleichstand die Siege an den beiden ersten Brettern Riedenburg sogar den Einzug in das Halbfinale sicherten.

Im Halbfinale ist der vier Klassen höher spielende Landesligist SK Kelheim 1920 zu Gast. Bei einem Kampf an acht Brettern wie in der Liga wäre Riedenburg völlig chancenlos, doch auch bei nur vier Brettern haben die Kelheimer die besseren Chancen. Beide Seiten werden dieses Nachbarderby am 08.01.2016 wohl nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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Willy Weigert und Dr. Stefan Blodig,
die Sieger in der Pokalpartie gegen den SV Oberviechtach